Der Saum besteht nun aus vier Teilen,:
- die Reihe der gezogenen Fäden - das kann eine oder auch mehrere Reihen im Gewebe sein,
- Die sichtbare Saumbreite . Der Streifen Stoff zwischen den gezogenen Fäden und der späteren Außenkante, das ist der zum Schluss von vorn sichtbare Saum. Im Bild ist das der Streifen Stoff der nach der Lochreihe nach außen bis zum Rand zu sehen ist.
- Der Umschlag vom Saum. Das ist der Streifen Stoff hinter dem hier sichtbaren Saumstreifen.
- Und der Einschlag vom Saum. Das ist quasi die Nahtzugabe des Saumes. Der Streifen Stoff der nicht mehr sichtbar im Saum verschwindet.
Die sichtbare Saumbreite wird wie schon gesagt zuerst festgelegt. Häufig sind das 3 cm bis 4 cm, man kann es auch in Anzahl von Gewebefäden angeben, sprich ein Saum von zum Beispiel 25 Fäden Breite. Eine größere Decke kann auch einen Saum von 5 cm bekommen.
Der Umschlag ist dann genauso breit wie die sichtbare Saumbreite.
Der Einschlag kann nur 1 oder 2 cm breit sein, der Einschlag kann auch nur wenig schmaler sein als die fertige Saumbreite. Wenn das Gewebe durchscheinend ist, sieht man, wenn der Einschlag deutlich schmaler ist als der gesamte Saum. Das ist nicht ideal. Bei einem dichten Gewebe ist es ok. Hat man genug Deckenstoff zur Verfügung macht man den Einschlag lieber fast so breit wie die gesamte Saumbreite. Etwas schmaler muss es sein, sonst wird der Einschlag etwas unschön im Saum gestaucht.
Man kann sich die verschiedenen Saumlinien mit Stecknadeln markieren oder auch mit feiner Schneiderkreide oder sich sogar Hilfsfäden einziehen, wie hier im Bild .
Nun wird die Lochreihe vorbereitet.
Als erstes werden der Faden oder die Fäden für den Hohlsaum gezogen.
Tipp: Dabei ist es wichtig, dass man die entsprechenden Fäden nicht einfach ganz heraus ziehen darf. Sonst hat man hinterher an den Ecken im Saumbereich eine Lochreihe, wo man keine haben will.
Der richtige Faden zum Ziehen ist der Faden, der vom Rand her nach dem Einschlag + Umschlag + fertige Saumbreite kommt. Am Beispiel: Der Saum soll 3 cm breit werden, der Einschlag 2,5 cm. Nun wird der Faden nach 8,5 cm (3 + 3 + 2,5) vom Außenrand des Stoffes her gemessen gezogen. Sollen zum Beispiel nicht nur 1 Faden gezogen werden, sondern 6 Fäden für einen breiten Hohlsaum, ist der eben genannte Faden der erste der gezogen wird. Die anderen 5 Fäden sind dann die nächsten Richtung Deckenmitte hin. Für den Saum braucht man ja besagte 8,5 cm, das soll nicht schmaler werden durch einen breiten Hohlsaum.
Ich lege nun fest, welcher Faden gezogen werden soll und schneide ihn in der Mitte der Decke durch, dass ich ihn nach rechts und nach links raus ziehen kann. Er wird nun bis auf ca 15 bis 20 cm vor der Stoffkante heraus gezogen. 15 bis 20 cm vor der Außenkante wird es abgeschnitten.
Nun gibt es ja den Punkt wo der Hohlsaum um die Ecke geht, das ist die Stelle wo sich das Eckloch der rausgezogenen Fäden von zwei Richtungen befindet. Dieses Eckloch oder Winkelloch ist umso größer, je mehr Fäden gezogen werden. Diese Stelle wo sich später das Eckloch befindet sollte man exakt finden und sich gut markieren.
Denn nun nimmt man eine Sticknadel und zieht den Restfaden des im großen und ganzen bereits gezogenen Fadens bis zum zukünftigen Eckloch heraus. Und das rechtwinklig in die eine und andere Richtung. Da wo der Saum endet, hängen nun kleine etwa 5 cm lange Fäden aus dem Stoff heraus und man sieht die gezogene Fadenlinie von Winkelloch zu Winkelloch vor sich.
Diese Fadenenden kann man nun auf 2 Arten versäubern |